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Reisebericht Nr 1 - Aug 2009

Katharina in Kolumbien

von Kathi Probst aus Rheinfelden




Am 12. August ist Kathi wohlbehalten in Bogota/Kolumbien angekommen. Nachdem sie sich ein bisschen von den Reisestrapazen erholt hat, wird sie uns regelmässig von ihren Erlebnissen berichten.


Wir sind gespannt auf ihre Eindrücke und Bilder und bleiben mit ihr verbunden.

Ihre Familie, ihre Freunde, Sponsoren und Annette M. Reith










Aus dem Originaltext von Kathi:

„…um 14 uhr geht mein spanischkurs los. die zeitverschiebung von dir bis zu mir beträgt 7 stunden während der sommerzeit. im winter sind es 6 stunden. wenn bei euch jetzt also 18 uhr ist, ist bei mir erst 11.ich wohne hier bei einer sehr netten gastfamilie. es ist ein älteres ehepaar, über 60, und wohnt allein im norden der stadt. Die vier kinder sind schon alle erwachsen und haben selbst schon familie.der norden von bogota ist sehr wohlhabend, hier wohnen nur die reicheren leute. der süden hingegen ist eher von armut geprägt. hier befinden sich die meisten armenviertel und es ist gefährlich dort.

ich habe jeden tag spanischunterricht im zentrum der stadt. weil bogota aber so riesig ist, dauert mein weg dorthin ganze 1,5 stunden.!! ich fahre immer mit dem "transmilenio", das ist eine art bus hier, der nach einem fahrpaln fährt. bis zur nächsten transmilenio-station muss ich aber ca. 30 minuten laufen von meiner wohnung aus, weil die stadt soooo riesig ist. dann fahre ich ca. 30 oder 40 minuten. es hängt von der route und dem verkehr ab. der verkehr hier ist schrecklich. der fahrstil der italiener oder der griechen ist heilig gegen den fahrstil der kolumbianer. jeder fährt so wie er will und kommt man beispielsweise an eine kreuzung wird nicht gewartet bis man fahren darf, sondern man hupt einfach, was bedeutet, dass man sich jetzt einafch mal die vorfahrt nimmt. mit normalen bussen fahre ich hier gar nicht, weil sie nach keinem plan fahren. ausserdem ändern sie auch einfach ihre routen und halten nur dann, wenn man durch den bus schreit, dass man raus möchte. allein bin ich noch nicht gefahren, da es keine gute idee ist, weil ich mich nicht in der stadt auskenne. ausserdem wird oft in diesen bussen geklaut. ich bin erst einmal mit meinem gastvater gefahren, um meine freundin zu besuchen, die ich noch aus deutschland kenne. während der ganzen fahrt stand einfach hinten die türe offen und man musste sich gut festhalten. wie du siehst ist busfahren hier ein grosses abenteuer :)

ich bin ja am mittwoch, den 12. august um ca. 15 uhr ortszeit hier in bogota gelandet. bin also schon 2 wochen hier. die ersten tage war ich bei meiner gastfamilie. die verständigung war etwas holperig. ich habe zwar fast alles verstanden, konnte aber nicht antworten. am freitag morgen haben sich dann alle freiwilliger am ICYE office getroffen, weil wir dann in ein dorf gefahren sind, weil wir dort unser "arrival camp" hatten. insgesammt sind wir 14 jungs und mädchen aus deutschland, ein mädchen aus der schweiz, 2 engländerinnen, eine schwedin und eine amerikanerin aus californien. das gesamte camp war auf englisch und wir konnten uns alle kennenlernen und vor allem auch ICYE colombia, das partnerkommitee meier deutschen organisation ICJA. alle leute sind wirklich sehr, sehr nett und ich verstehe mich gut. das camp ging bis dienstag, dann sind wir wieder zurück nach bogota gefahren. die fahrt dauerte ca. 2,5 stunden. bis zum 12. oder 13. september sind noch alle freiwilligen in bogota platziert. manche so wie ich in temporären gastfamilien, weil wir eben hier unseren sprachkurs haben. der grossteil bleibt auch hier in der hauptstadt, weil hier ihre projekte sind und einige gehen in verschiedene dörfer, die ca. so gross sind wie kleine städte in deutschland. mein dorf "la ceja" ( zu deutsch: die augenbraue :)) ist ungefähr so gross wie rheinfelden. es soll sehr schön dort sein mit vielen touristen und fincas. ich bin dort zusammen mit max, einem anderen freiwilligen aus deutschland..."

"...seit wir wieder zurück sind, haben wir also jeden tag spanischkurs für 3 stunden.in der ersten woche hatten wir immer von 9 bis 12.00 uhr und diese woche von 14-17 uhr. nächste woche haben wir dann wieder vormittags. der kurs geht noch bis zum 10.09. es macht sehr spass und ich lerne sehr viel.

wir sind die kleine anfängergruppe mit nur 5 schülerinnen: die schweizerin, die 2 engländerinnen, die schwedin und ich. die anderen sind in der fortgeschrittenen-gruppe. ich hätte auch dorthin wechseln können, aber die gruppe ist einfach zu gross und manche von ihnen haben auch ihr abitur in spanisch gemacht. deswegen bin ich in der kleinen gruppe geblieben, weil der lernerfolg dort grösser ist.

was gibt es sonst noch zu erzählen?? letzten sonntag haben meine ganze gastfamilie und ich den geburtstag meines ältesten gastbruders gefeiert. er wurde 43 jahre alt und ist dafür extra von armenia, der kaffeeregion kolumbiens, hier her gekommen. die wohnung war voll und es wurde gefeiert. es gab sogar auch torte, was hier etwas besonderes ist. kuchen oder torte wird hier nur an festlichkeiten gegessen.

die kolumbianer sind sehr neugierig und wollen sehr vieles wissen. vor allem wie man ihr land findet und was einen am besten an kolumbien gefällt.






sobald ich wieder zeit finde, werde ich wieder schreiben.




ganz ganz liebe grüsse nach hause

alles liebe kathi"











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